Digitalisierung der Bibliothek von Alban und Helene Berg

Rund 3.000 Bücher, Notenbände, Zeitschriften, Broschüren und sonstige Dokumente aus dem 18. bis 20. Jahrhundert umfasst die Bibliothek von Alban und Helene Berg, die am Sitz der Alban Berg Stiftung erhalten ist. Der Kernbestand steht bis heute im originalen, denkmalgeschützten Arbeitszimmer des Komponisten, in dem er auch im Zusammenhang mit der Entstehung seiner Werke intensiv mit diesen Beständen gearbeitet hat. Zahlreiche Bände enthalten umfangreiche handschriftliche Eintragungen und andere Lesespuren, die es erlauben, Berg als Leser genauer kennenzulernen.

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Internationale Konferenz wozzeck100

Internationale Konferenz

wozzeck100

Composing | Publishing | Performing Opera, 1918–1939

 

mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Alban Berg Stiftung Wien

Wiener Staatsoper

 

Wien, 9.–11. April 2026

 

Am 14. Dezember 1925 fand an der Berliner Staatsoper die Uraufführung von Alban Bergs Oper Wozzeck statt. Der Premiere ging ein mehrjähriger Herstellungsprozess voraus, in den – von der Stoffsuche über die verschiedenen Stadien der Komposition, der Herstellung des Notenmaterials bis zur musikalischen und szenischen Umsetzung auf der Bühne – eine Vielzahl einzelner Akteur:innen, Akteursgruppen und Institutionen involviert war.

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Vortrag in der Österreichischen Gesellschaft für Musik, 15. Jänner 2026: Textvorlagen der Opern „Wozzeck“ und „Lulu“von Alban Berg.

Herzliche Einladung zum Vortrag von Klaus Lippe und Jonas Pfohl (Alban Berg Stiftung Wien; Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

Textvorlagen der Opern „Wozzeck“ und „Lulu“ von Alban Berg

 

15. Jänner 2026, 18 Uhr
Österreichische Gesellschaft für Musik
1010 Wien, Hanuschgasse 3, Hof 4, Stiege 4 

Symposion „100 Jahre Wozzeck“ an der Staatsoper Berlin

In Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem DFG-Projekt „Berliner Opernkultur 1925–1944“ findet am 29. und 30. November an der Berliner Staatsoper Unter den Linden das Symposion „100 Jahre Wozzeck“ statt. Von Seiten der Alban Berg Stiftung sind beteiligt: Klaus Lippe („Visuelle Aspekte der Wozzeck-Partitur“, 29. November, 11 Uhr), Martin Eybl („Alban Bergs Wozzeck-Vortrag. Ein Reenactment“, 29. November, 14:45 Uhr) und Nastasia Heckendorff (Zur Regie der Berliner Uraufführung von Alban Bergs Wozzeck, 30. November, 10:45 Uhr). 

 

Nähere Informationen: 

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Bandpräsentation »Lulu«

Herzliche Einladung zur Bandpräsentation 
Alban Berg, Sämtliche Werke, I/2: »Lulu«
Oper in drei Akten nach den Dramen »Erdgeist« und »Die Büchse der Pandora« von Frank Wedekind
vorgelegt von Jonas Pfohl und Manuel Strauß
Universal Edition Wien
Herausgegeben von der Alban Berg Stiftung

Mittwoch, 26. November 2025, 17:30 Uhr, Arnold Schönberg Center, Eintritt frei

 

Mit dem Band »Lulu« der Alban Berg Gesamtausgabe liegt eines der prominentesten Fragmente der Musikgeschichte erstmals in einer historisch-kritischen Ausgabe vor. Während das Augenmerk früherer Ausgaben vor allem auf einer aufführungspraktischen Einrichtung der unvollendeten Oper lag, spiegelt die Neuausgabe ausschließlich den vom Komponisten hinterlassenen Notentext wider. Dafür wurden neben der autographen Partitur, dem Particell und den Skizzen auch alle späteren von Berg autorisierten Quellen berücksichtigt. Bandbearbeiter Jonas Pfohl gewährt Einblicke in die heterogenen Quellen und die damit einhergehenden editorischen Besonderheiten der Neuausgabe des Fragments.  

 

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Der Gewinner des Kompositions­wettbewerbs der Alban Berg Stiftung für ein Violinkonzert heißt Ingi Kim

Foto Ingi Kim: (c) Sat Byul Kim

Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Komposition von Alban Bergs Violinkonzert (1935) schrieb die Alban Berg Stiftung im Vorjahr einen Kompositionswettbewerb aus. Dabei sollten die Komponistin oder der Komponist einen Bezug zu Bergs Werk stellen bzw. einen persönlichen emotionalen Zusammenhang zu sich erkennen lassen. Die Aussschreibung erbrachte 16 neu entstandene Partituren, die von den Jurymitgliedern Heinz Holliger (Komponist), Patricia Kopatchinskaja (Violinistin) und Julia Purgina (Komponistin) in anonymisierter Form begutachtet wurden.

Der mit EUR 20.000 dotierte Kompositionspreis geht an Ingi Kim, geboren 1997 in Anyang (Südkorea), ausgebildet an der Sunhwa Arts School in Seoul sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Seine Komposition 默考 III (Meditation III) für Solovioline und Kammerorchester zeichnet sich laut Jury-Begründung "durch eine kommunikative, bildhafte Musiksprache und eine differenzierte Klanglichkeit sowie durch eine spielfreudig umgesetzte Ideenfülle" aus.

Die Uraufführung des Gewinnerwerks findet am 8. März 2026 im Großen Saal des Musikvereins Wien statt. Marin Alsop leitet das Webern Symphonie Orchester der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Solist ist Josef Špaček.

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Vortrag in der Österreichischen Gesellschaft für Musik, 17. Juni 2025: "Neue Musik im Krieg. Die italienische Erstaufführung von Alban Bergs Wozzeck in Rom 1942"

Neue Musik im Krieg. Die italienische Erstaufführung von Alban Bergs Wozzeck in Rom 1942

Vortrag von Andrea Agresti in der Österreichischen Gesellschaft für Musik, 17. Juni 2025, 18 Uhr

Am 3. November 1942 fand die italienische Erstaufführung von Alban Bergs Wozzeck am Opernhaus in Rom statt. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs und der politischen Spannungen zwischen dem faschistischen Italien und dem nationalsozialistischen Deutschland erlangte das Ereignis einen nahezu legendären Status und hinterließ einen tiefen Eindruck in der Erinnerung der Zeitgenossen. Gleichzeitig markierte es den Höhepunkt des Erfolgs von Bergs Musik in Italien während der 1930er-Jahre, die von kulturell aufgeschlossenen Musiker:innen und Kritiker:innen gefördert wurde.

Der Vortrag widmet sich der Rekonstruktion der Etappen, die zu dieser Aufführung führten, und beleuchtet ihre Folgen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mitwirkung der verschiedenen Akteur:innen – darunter der Verleger Alfred Schlee, der Dirigent Tullio Serafin, der Komponist Goffredo Petrassi und der Choreograph Aurel Milloss – sowie ihre Entscheidungsprozesse. Schließlich stellt sich auch die Frage, ob die beteiligten Akteur:innen die Aufführung als implizite Kritik an der Kulturpolitik des nationalsozialistischen Deutschland, das Europa damals militärisch dominierte, und gleichzeitig als Ausdruck des Anspruchs Italiens auf kulturelle Unabhängigkeit verstanden.

 

Österreichische Gesellschaft für Musik

1010 Wien, Hanuschgasse 3, Hof 4, Stiege 4

 

 

Call for Papers: INTERNATIONALE KONFERENZ „WOZZECK100: COMPOSING | PUBLISHING | PERFORMING OPERA, 1918–1939“, WIEN, 9.–11. APRIL 2026

Am 14. Dezember 1925 wurde Alban Bergs Oper Wozzeck an der Berliner Staatsoper uraufgeführt. Es war der Höhepunkt eines langen Prozesses, an dem zahlreiche Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen beteiligt waren – von Bergs anfänglicher Suche nach einem Stoff über verschiedene Phasen der Komposition, der Herstellung des Notenmaterials und Verhandlungen mit Theatern, an denen die Wiener Universal Edition maßgeblich beteiligt war, bis hin zur musikalischen und szenischen Umsetzung auf der Bühne.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums seiner Uraufführung rückt die Konferenz „wozzeck100: Composing | Publishing | Performing Opera, 1918–1939“ das komplexe Zusammenwirken der Akteur*innen bei der Genese von Opern in der Zwischenkriegszeit ins Zentrum. Es ist nicht nur Teil der Entstehungsgeschichte eines Werkes und seiner Quellen, sondern spiegelt zugleich die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen wider, welche die Opernproduktion dieser Ära prägten. Damit erweitert die Konferenz die Diskussion weit über Alban Berg, Wozzeck, Lulu und die Universal Edition Wien hinaus auf ein breiteres Themenspektrum.

Wir freuen uns über die Einreichung von Abstracts bis zum 06.06.2025.  

ZUM CALL FOR PAPERS ...

16 internationale Einsendungen für den Kompositionswettbewerb für ein Violinkonzert

Aus Anlass des nahenden 90-jährigen Jubiläums der Entstehung des Violinkonzerts (1935) von Alban Berg hat die Alban Berg Stiftung in Erfüllung ihres Stiftungszwecks zu Beginn dieses Jahres einen internationalen Kompositionswettbewerb zur Schaffung eines Konzerts für Violine und Orchester ausgeschrieben.

Bis zum Ablauf der Einreichfrist am 15. Dezember 2024 sind insgesamt 16 neu geschaffene Werke bei der Stiftung eingegangen.

In die Jury wurden vom Kuratorium in Abstimmung mit der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien als Kooperationspartnerin Heinz Holliger (Komponist), Patricia Kopatchinskaja (Violinistin) und Julia Purgina (Komponistin) berufen.

Die Juryentscheidung über den mit 20.000 Euro dotierten Kompositionspreis wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 bekanntgegeben. Die Uraufführung des prämierten Werks ist für die Saison 2025/26 im Rahmen eines Konzerts des Webern Symphonie Orchesters der mdw im Großen Musikvereinssaal in Wien vorgesehen.

Die Alban Berg Stiftung freut sich über die weltweite Resonanz der Ausschreibung und blickt der Entscheidung der Jury mit Spannung entgegen.

 

Herzliche Einladung zum Vortrag über Helene Berg und Smaragda Eger-Berg, 22. November 2024, 15 Uhr, Ljubljana (Institut für Musikwissenschaft).
Internationale Musikwissenschaftliche Konferenz: Transcending Traditional Roles: Female Musicians on the path to Artistic Freedom

Hanna Bertel:
Zwischen Avantgarde und Tradition. Helene Berg und Smaragda Eger-Berg als kontrastierende Künstlerinnen der Wiener Moderne (Vortrag in Englisch)

Helene Berg und Smaragda Eger-Berg waren als Ehefrau und Schwester des Komponisten Alban Berg eng mit ihm verbunden und repräsentieren kontrastierende Rollenmodelle in der Wiener Moderne: Helene Berg war eine Künstlerin und begabte Sängerin, bevor sie kurz vor der Heirat mit Alban Berg ihre Musikerinnenkarriere aufgab. Smaragda Eger-Berg hingegen blieb ihrem Beruf als Pianistin und Korrepetitorin trotz Heirat treu und entfaltete sich nach einer gescheiterten Ehe in ihrer Homosexualität. Beide Frauen waren selbst musikalisch tätig, folgten aber zwei völlig divergenten Lebenskonzepten. Während Smaragda als Freigeist ihren eigenen Lebensweg formte, schätzte Helene die Rolle als Komponistengattin und integrierte sich in die künstlerischen Kreise ihres Mannes.

Der Vortrag verfolgt das Ziel, anhand konkreter Beispiele sowohl die Dimensionen künstlerischer Freiheit und Unabhängigkeit im Leben der beiden Frauen als auch die Restriktionen aufzuzeigen, die sie trotz ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe erfuhren. Die individuellen Aktivitäten als kulturelle Netzwerkerinnen eröffnen zudem neue Perspektiven auf die weibliche Rolle in den sozialen und künstlerischen Netzwerken der Wiener Moderne. Bilder, Briefauszüge und Dokumente aus der Alban Berg Stiftung vermitteln einen lebendigen Einblick in die spezifischen Ausdrucksformen und den Zeitgeist dieser Epoche.

13. Februar 2023: Friedrich Cerha 1926–2023
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